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Vorsitzende von ANKS Basanti Murmu

 

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Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen ANKS und Bengal Link am 12. März 2009

 

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Feierlichkeiten von ANKS im Juni 2008 zum Gedenken des Santal-Aufstands von 1855 gegen die damalige Kolonialmacht

 

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Kulturaktivistinnen von ANKS

 

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Die erste Spendenübergabe am 04.09.2009

Über die Partnerorganisation ANKS:

 

ANKS (Adivasi Nari Kalyan Sanstha – dt. Wohlfahrtsorgnisation für indigene Frauen) ist eine von Santal-Frauen im Distrikt Joypurhat gegründete Organisation, die sich für die ethnischen Minderheiten in den nordwestlichen Ebenen Bangladeschs stark macht. Während es noch weitere wenige Nichtregierungsorganisationen im Nordwesten Bangladeschs gibt, welche die Lebensbedingungen der ethnischen Minderheiten verbessern möchten, stellt ANKS unter diesen jedoch eine Ausnahme dar.
ANKS ist die einzige Organisation im Nordwesten Bangladeschs, die von Frauen der betroffenen ethnischen Minderheit selbst gegründet und geleitet wird. Zwar ist die Hilfe von Mitgliedern der bengalischen Mehrheitsbevölkerung gewünscht und allgegenwärtig, jedoch liegt die Leitung der Organisation in den Händen von Santal-Frauen. Diese kennen nicht nur die Probleme ihrer Gemeinden am besten, sondern können durch die guten Kontakte und die hohe Anerkennung in diesen ihre Projekte und Ziele besser formulieren und implementieren.
Im Fokus steht die Förderung von Frauen und Kindern in kul­tureller, sozialer und ökonomischer Hinsicht, aber auch die Vernetzung der verschiedenen nicht-bengalischen Ethnien im Nordwesten Bangladeschs, unter denen die der Santals die größte ist.

Hintergrund:

Allgemein sind Santals, wie auch andere ethnische Minderheiten in Bangladesch, stark benachteiligt. Aufgrund der Dominanz von Bengalen, die zirka 98 Prozent der Bevölkerung in Bangladesch ausmachen, sehen sie sich mit folgenden Problemen konfrontiert:

  • Keine Anerkennung durch die bangladeschische Verfassung als ethnische bzw. indigene Minderheit.
  • Illegale Enteignung von Land durch einflussreiche Bengalen.
  • Kein/schlechter Zugang zu Bildungseinrichtungen.
  • Kein/schlechter Zugang zu kostenloser/-günstiger medizinischer Versorgung
  • Durch fehlende Bildungs-, Erwerbs- und Eigentumsmöglichkeiten kaum Chancen zu wirtschaftlichem Aufstieg.
  • Durch schlechte Bildung Unwissenheit über Rechtsansprüche.
  • Benachteiligung gegenüber Bengalen im Falle von staatlichen, aber auch nicht-staatlichen Hilfsangeboten.
  • Angst vor Verlust von Traditionen und kultureller Identität.
  • Geringe nationale Vernetzung und kaum anerkannte Interessenverbände.
  • Durch keine/schlechte Englischkenntnisse fehlende Ver­netzung auf internationaler Ebene und fehlende internationale Unterstützung.

Aufgrund der oben aufgeführten Probleme sehen die Mitglieder von Bengal Link e.V. dringenden Handlungsbedarf und möchten auf unkomplizierte und direkte Weise helfen.

Neue Erwerbsmöglichkeiten für Santal-Frauen:

Die Mitglieder von Bengal Link e.V. möchten ein Projekt von ANKS zur Einkommensgenerierung in Santal-Dörfern im Distrikt Joypurhat im Nordwesten Bangladeschs unterstützen.
Aufgrund des geringen Landbesitzes ist ein Einkommen durch Landwirtschaft bei den Santals nur teilweise möglich. Für einige Familien reichen die jährlichen Erträge lediglich zur Selbstversorgung. Weiteres Einkommen muss über schlecht bezahlte Arbeiten, z.B. als Tagelöhner, generiert werden. Da bei diesen Tätigkeiten Frauen meistens nur halb so viel verdienen wie Männer, möchte ANKS Frauen aus einkommensschwachen Familien eine zusätzliche Erwerbsmöglichkeit anbieten.
Nach Rücksprachen mit den ansässigen Santal-Frauen kam die Idee auf, Handarbeitsprodukte herzustellen. Der Nordosten Bangladeschs ist vor allem zwischen Oktober und März immer wieder von großen Dürren betroffen, in denen die landwirtschaftlichen Tätigkeiten teilweise zum Erliegen kommen. Während viele Männer deshalb in die großen Städte des Landes reisen, um dort nach Arbeit zu suchen, möchte ANKS vor Ort den Frauen Arbeitsmöglichkeiten anbieten.
Nachdem Lisa Zander, die Schatzmeisterin von Bengal Link e.V., eine erste Spende in Höhe von 400 Euro für das Vorhaben im September 2009 überreichen konnte, wurden bereits eine Nähmaschine und Stoffe von ANKS gekauft, um daraus Kissenbezüge und Bettüberwürfe zu nähen. Durch weitere Schritte sollen die genähten Bezüge und Überwürfe mit Stickereien verziert werden, um später diese auf dem lokalen Markt gewinnbringend zu verkaufen.

Die Idee für dieses Projekt entstammt zu 100% Diskussionen von ANKS-Mitgliedern mit benachteiligten Santal-Frauen im Distrikt Joypurhat. Bengal Link e.V. möchte lediglich die Rolle eines passiven Unterstützers einnehmen, der davon überzeugt ist, dass die lokalen Frauen selbst am besten wissen, wie sie ihre Potentiale am effektivsten einsetzen können. Die Ideen von ANKS möchte Bengal Link lediglich beratend und durch finanzielle Hilfeleistungen am Anfang unterstützen.

Ihr Beitrag:

Unterstützen Sie dieses Projekt von ANKS mit einer finanziellen Spende! Ihre Spendengelder werden zu 100% für den Erwerb von Materialien zur Einkommensgenerierung eingesetzt. Helfen Sie so den Santal-Frauen in Joypurhat, ihre Erwerbsmöglichkeiten und ihre Zukunft selbst zu gestalten.

Spendenkonto:

Empfänger: Bengal Link e. V.
Kreditinstitut: Stadt- und Saalkreissparkasse Halle
Bankleitzahl: 80053762
Kontonummer: 380311823
Verwendungszweck: ANKS
Ihre Postadresse, falls Sie eine Spendenquittung wünschen.

Bengal Link e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Alle Spenden an ihn sind steuerlich absetzbar.
Vereinsregisternummer: 1266 (Amtsgericht Stendal)

Steuernummer: 111/142/08274 G212 (V)